Zyklon Harry ist auf Sizilien getroffen



Wie ich im letzten Blog schon vermutet hatte, war ich mir echt unsicher, ob das mit dem Windsurfen am Montag und Dienstag hinhaut 🤔. Der Forecast war einfach zu krass: Über 50 Knoten Wind und Wellen von mehr als 4 Metern sind dann doch eher unfahrbar. Zu dem Zeitpunkt hatten wir den Zyklon Harry noch gar nicht so richtig auf dem Schirm – erst als die Warnungen über die Medien und Meteo reinkamen, war klar: Das wird nix 🌬️🌊.

Vom Schüttelbecher in die Wellness-Oase

Der Regen war erst für Montagmittag angesagt, also standen wir die Nacht davor noch „First Row“ am Surfspot. Nachts ging es dann los: Der Wind frischte massiv auf, begleitet von heftigen Gewittern mit Blitz und Donner. Wir hatten unsere „Hope“ vorsichtshalber schon komplett abfahrbereit gemacht, für den Fall der Fälle.

Als es hell wurde und man das Meer endlich erkennen konnte, war das Urteil schnell gefällt: Windsurfen unmöglich, oder eher "stupid option" 😵‍💫. Also Windkarte gecheckt und einen Plan geschmiedet, um die nächsten zwei Tage schadlos zu überstehen. Unser Ziel: Ein kleiner Ort im Inland. Wenig Wind, kaum Regen und eine öffentliche Schwefelquelle – genau das Richtige, um unsere geschundenen Körper zu regenerieren.


Ready für die Therme - Style Matters - Björn im "Röckli-Tenue"...wenigestens funktionell 🤣

Ganz ehrlich: Wir waren froh, aus dem Sturm rauszukommen. Irgendwann ist auch mal gut mit Wind, besonders wenn man die ganze Nacht im „Schüttelbecher“ verbracht und vor lauter Gewackel kaum ein Auge zugetan hat. Montag und Dienstag standen also Admin-Kram und Schwefelbad auf dem Programm. Es war zwar meist bedeckt, aber wir sind zum Glück von Überschwemmungen verschont geblieben.

Zurück am Fels – Alleine im Paradies

Für Mittwoch war Besserung in Sicht: Wind weg, Regen durch. Also machten wir uns wieder auf den Weg nach San Vito für den nächsten Kletter-Versuch. Unser Platz war leergefegt – kein Womo weit und breit in Sicht - die Wellen haben die Strasse so verschüttet, dass der Bagger die Strasse räumen musst! Da es am Mittwoch aber immer noch ziemlich nass war, legten wir nochmals einen Pausetag ein, sowie Maintenance an der Hope.


Das Windsurfmaterial trocknen

Donnerstag dann endlich: Sonne pur und trockener Fels! Yes, genau darauf hatten wir gewartet. Wegen des schlechten Wetters sind wohl fast alle Kletterer abgehauen – wir waren jedenfalls komplett alleine am Fels. Da ich top regeneriert war, hab ich mir die Kante gegeben. Eine Tour nach der anderen, bis gar nichts mehr ging. Einfach herrlich!


Selfie da alleine am Fels 😇

Surf, Sleep, Repeat oder in unserem Fall Climb, Sleep, Repeat... und der nächste Forecast

Das Motto lautet aktuell: Climb, Sleep, Repeat. Immerhin haben wir jetzt drei Tage Klettern in Serie geschafft. Meine Garmin-Uhr jammert zwar schon länger und schreit nach „Pause, Pause...“, aber naja: Pausieren kann man später immer noch 😉.


Esthi in action 🧗‍♀️

Denn man glaubt es kaum: Der nächste Forecast verspricht schon wieder Wind für eine ganze Woche! Ihr wisst, was das heisst... ab in den Süden!

Stay tuned für das Windsurf-Update in einer Woche! 🤙🌊🚐

So far Esthi & Björn

Bjoern