Roadtrip Andalusien

Unser Andalusien Roatdtrip: Klettern und Windsurfen entlang der Mittelmeerküste

Nachdem wir vor einem Jahr aufgrund meines Schlüsselbeinbruches am zweiten Tag bereits die Rückreise antreten mussten, hatten wir diesmal mehr Glück und wir konnten unsere 3 Wochen Urlaub ohne Unfall geniessen 😊.

Vom 18. März bis zum 6. April 2024 erlebten wir eine unvergessliche Reise mit unserem Wohnmobil entlang der malerischen Mittelmeerküste. Primär wollten wir ein bisschen an die Wärme und Klettern, Windsurfen und Biken gehen. Endziel, oder auf dem Radar war dann Klettern und Windsurfen in Andalusien, allerdings machten wir es vom Wetter abhängig, da es nach Malaga oneway über 2000 km sind! Hier ist ein Rückblick auf unsere Reise:

Finale Ligure: Gelungener Start um die eingerosteten Kletterskills wieder zu aktiveren

Unsere Reise begann in Finale Ligure. Wer kennt es nicht, die charmante Stadt an der italienischen Riviera, die für ihre hervorragenden Kletterrouten und unzählige Trails bekannt ist.
Aufgrund der super Windvorhersage für Andalusien, verbrachten wir allerdings nur 3 Tage in Finale, bevor wir uns auf den Weg machten die 1700 km Aspahlt abzuspulen 🥴.

Finale Ligure

Guter Kletterstart in Finale

Andalusien: 10 Tage nonstop Windsurfen

In Andalusien begrüsste uns der Levante-Wind mit viel Saharastaub und Temperaturen mit 30 Grad. Die ersten Tage waren geprägt von kräftigen Winden von links (Levante), wobei kräftig relativ ist, denn da wussten wir noch nicht mit welcher Wucht der Poniente uns heimsuchen würde... Und so drehte der Wind nach 5 Tagen auf Poniente, also Wind von rechts und die Temperaturen vielen über nacht über 10 Grad 😬!
Schon bald konnte ich das 3.6 Segel nicht mehr halten und der Wind blies mit über 50 Knoten. Zum Glück wurde der Wind jeweils am Abend jeweils etwas schwächer und so ergab sich dann noch eine "entspannte" Abend-Session mit 3,6 von 19:00-20:00 bis die Sonne fast gänzlich am Horizont verschwand 😇 .
Alles in allem war auch die Poniente Zeit top, Wind von rechts noch nicht unbedingt unsere Lieblingsrichtung, aber wir arbeiten daran.

Almerimar Windsurfing

Late Session mit 3.6 Segel bei immer noch sehr starkem Poniente

Murcia: Klettern in La Pancha

Auf dem Rückweg legten wir einen Stopp in Murcia ein, um im Klettergebiet La Pancha weitere Herausforderungen zu meistern. Total waren wir leider nur 3 Tage in diesem versteckten Juwel, das für seine abwechslungsreichen Routen und griffigen Fels nicht nur bei den Touris bekannt ist.

Klettern in La Pancha

Vom Bett auf's Brett? Diesmal vom Bett an den Fels

Gandia: Nach dem Regen scheint bekanntlich die Sonne

Unser zweitletzte Stopp in Spanien führte uns nach Gandia, wo wir das Klettergebiet Bovedin erkunden wollten. Bei unserer Ankunft im Campingplatz "Camping La Escalada Gandía" regnete es in Strömen, und wir waren unsicher, ob wir am nächsten Tag klettern könnten. Glücklicherweise klarte das Wetter schnell wieder auf, und die Sonne trocknete die Felsen ab, sodass wir zwei fantastische Klettertage erleben konnten. Die Kletterfelsen von Bovedin boten uns alles, was das Kletterherz begehrt: Scharfer gelben Fels, interessante Routen und eine atemberaubende Landschaft. Hier waren wir sicherlich nicht das letzte Mal 😉.

Gandia

Esthi macht sich ready um eine der unzähligen top Routen zu klettern

Bellús: Ein idyllischer Zwischenstopp

Nach Gandia fuhren wir weiter nordwärts und machten unseren letzten Kletterstopp in Bellús. Dort konnten wir unser Wohnmobil wunderbar am Fluss abstellen und übernachteten in dieser idyllischen Umgebung. Die Kletterrouten in Bellús waren abwechslungsreich, eher technisch und boten einen perfekten Abschluss unserer Klettertouren. Je nach Sektor wird es aber schnell warm bis heiss....

Bellús climbing

Schlafen direkt beim Kletterspot am Fluss, was will man mehr?

Carro: Windsurfen und Freunde treffen

Am folgenden Tag setzten wir unsere Reise fort und fuhren direkt nach Carro in Südfrankreich, wo wir wie im Herbst auf dem Wohnmobil-Stellplatz parkten. Hier erwarteten uns zwei Tage mit Ostwind, und wir freuten uns darauf, Freunde zu treffen und erneut zu surfen. Leider hatten wir nur an einem Tag guten Wind, aber die Bedingungen waren sehr gut. Als Bonus waren wir wieder bei unserer Friseurin, welche uns herzlich empfing.

Finally in Carro

Etwas kühler als noch in Almerimar, aber auch gute Windsurfbedingungen

Heimreise durch das Rhonetal

Nach unserem Aufenthalt in Carro reisten wir am Samstag gemütlich über das Rhonetal und machten uns auf den Weg nach Hause. Über Genf, Bern erreichten wir schliesslich unsere Wahlheimat Emmetten und beendeten unsere abwechslungsreiche Reise.

Fazit

Unsere Reise mit dem Wohnmobil entlang der Mittelmeerküste war ein perfekter Mix aus Klettern und Windsurfen sowie wiedereinmal andere Kulturen erleben und entdecken. Die verschiedenen Orte boten jeweils einzigartige Erlebnisse und trugen dazu bei, dass wir sowohl sportlich austoben als auch die wunderschöne Natur geniessen konnten.

Für alle, die an den visuellen Eindrücken unserer Reise interessiert sind, haben wir eine Galerie mit unseren besten Bildern erstellt. Diese findet ihr hier.

Wir freuen uns schon auf unser nächstes Abenteuer und hoffen, dass wir euch mit unserem Reisebericht inspirieren konnten, selbst die Schönheit der Mittelmeerküste zu erkunden.

Björn & Esthi

Bjoern