Photoshooting an der Yellow Wall

Update aus Leonidio: Jass-Könige und Kletter-Action

Es ist schon eine Weile her, seit ich die letzten Zeilen verfasst habe. Das liegt einerseits daran, dass das Wetter ziemlich durchzogen war – und als die Sonne endlich lachte, waren wir natürlich nur noch am Fels anzutreffen 😁. Aber rollen wir das Ganze mal chronologisch auf, oder wie Jack Bauer in 24 sagen würde: «Was bisher geschah...» 😂.

Schlechtes Wetter, gute Karten

Da uns der Regen in Kyparissi und Kapsala einen Strich durch die Rechnung machte, zog es uns zurück nach Leonidio. Dort verbrachten wir eine Woche mit Paps und Ursi auf dem Campingplatz. Da es deutlich abkühlte, lief die Heizung im Dauerbetrieb, während wir intensiv an unseren Jass-Skills feilten 😊. Feines Essen in Leonidio, Radtouren und gemütliche Kaffeestopps in der lokalen Bäckerei rundeten das Schlechtwetter-Programm ab.


Rustikal Pizza essen in Leonidio

Gegen Ende der Woche feierte die Sonne ihr Comeback und die Temperaturen wurden wieder angenehm. Während Paps und Ursi weiter nach Nafplio zogen, wechselten wir wieder auf den Plaka-Parkplatz.


Mohnbluemenfeld direkt vor der Türe - mit entsprechneder Hintergrundkulisse ☺️

Vollgas an der Yellow Wall

Total erholt und voll motiviert ging es zurück an die Wand. Die Intensität stieg, Technik und Kraft kehrten allmählich zurück – endlich konnten wir uns wieder an anspruchsvollere Routen wagen.


Mit etwas mehr Power auch etwas steiler klettern

Auf dem Plaka-Parkplatz trafen wir auch Tobias und Katja wieder und verabredeten uns für eine gemeinsame Kletter-Session.
Ich wollte schon länger mal wieder spektakuläre Bilder direkt aus der Wand schiessen. Da wir zu viert waren und alle tiefenentspannt bezüglich Zeit und Routenanzahl die geklettert werden muss, planten wir einen echten «Fotoshooting-Tag» im Sektor Yellow Wall.


Die Crew im Sektor Yellow Wall

Wir waren die Ersten am Fels und konnten uns perfekt «installieren». Katja, unsere Rope-Gun, hängte die Route ein, und ich positionierte mich mit der Kamera auf rund 30 Metern Höhe. Erst wurden wir in der Wand von der Sonne😊 regelrecht gebraten, bevor plötzlich Wolken und ein fieser, kühler Talwind aufzogen. Ich war heilfroh, als Tobi mich schliesslich am Fotostand ablöste, war ich zu leider leicht bekleidet, obschon Esthi mich gewarnt hatte!


Katja in Action

Die Aktion war ein voller Erfolg – deshalb ist dieses Album auch extrem kletterlastig 😊. Per se macht Fotografieren im Regen keinen Spass, und selten betreiben wir so einen Aufwand für das «perfekte Bild». Für die «Kletter-Maxen» unter euch also sicherlich sehenswert!


Tobi kämpft sich nach oben

Der Dämpfer: Die Schulter streikt

Leider meldete sich bei all der Euphorie meine noch geschwächte rechte Schulter zurück. Durch die höheren Schwierigkeitsgrade und die steile Kletterei hat sich die Supraspinatus-Sehne entzündet 😵‍💫. Das Resultat: Ich kann den Arm nur noch unter Schmerzen anheben 🤬.
Was bleibt einem da anderes übrig als: PAUSE. Inzwischen sind ein paar Tage Schonfrist rum und es wird langsam besser. Aber es ist einfach bes****sen, immer mit angezogener Handbremse zu klettern. Jetzt heisst es: sauber ausheilen, langsam wieder starten und hoffen, dass die Stabilität in der Schulter bald dauerhaft zurückkehrt.

Ausblick: Ostern in Griechenland

Nun schauen wir nach vorne und freuen uns auf das Osterfest in Leonidio, das hier eine Woche später als bei uns stattfindet. Wir haben schon viel Spannendes darüber gehört und lassen uns überraschen. Vermutlich sind dann auch Paps und Ursi wieder mit von der Partie... we will see!

Also, bis dann und wann!
Esthi & Björn

Bjoern