Wolken am Himmel über Karpathos?
Wenn der Körper streikt – und die Zeit schleicht
Vom letzten Blog zu diesem ist die Zeit ausnahmsweise eher im Schneckentempo als im Fluge vergangen. Der Grund: mein Körper hat beschlossen, gleich auf zwei Fronten zu streiken. Als ob die Schulter nicht schon genug wäre – Diagnose Shoulder Impingement mit Bizepssehnenentzündung, wird mit Theraband und viel Geduld bekämpft – hat sich der Rücken kurzerhand komplett verabschiedet. Nur noch mit Medikamenten und ein paar erzwungenen Ruhetagen war da etwas zu machen. Und ja, wenn man flachliegt und nicht viel machen kann, vergehen die Tage wirklich langsam 😑.
Zum Glück ist auch das überstanden – der Rücken macht wieder mit, und ich bin zurück auf dem Wasser. Endlich!

Vito übernimmt das Kommando
In der Zeit, wo ich zwar wieder gehen, aber noch nicht surfen konnte, haben wir die Insel kurzerhand mit unserem Roller Vito erkundet. Dabei haben wir auch ein weiteres Klettergebiet angesteuert – das uns leider ebenfalls nicht vom Hocker gerissen hat. Naja, das Thema «Kletterparadies Karpathos» haben wir schon länger ad acta gelegt 😄.

Dafür wieder ein paar traumhafte Buchten entdeckt – die Insel hat landschaftlich wirklich einiges zu bieten. Was sich allerdings ebenfalls verändert hat: der Tourismus hält Einzug. An gewissen Spots fühlt es sich mittlerweile fast an wie in Rimini 😅.

Volle Hütte am Spot
Auch bei uns am Parkplatz füllt sich so langsam alles auf, die Surfstation hat Gäste und auf dem Wasser wird es zunehmend enger. Besonders spannend wird es, wenn man mit dem 3.6er Segel völlig überpowert durch die Kabbelwellen pflügt, die Freestyle-Jungs irgendwie Switch-Moves versuchen, und von Luv die Speedfahrer mit über 70 km/h downwind vorbeihämmern. Da fragt man sich kurz, was man hier eigentlich genau macht 🤔.

Anyway – all good. Jeden Tag Sonne, angenehme Temperaturen und das kühle Nass direkt vor der Türe lassen nicht viel zu wünschen übrig. Und ich kann wieder kurze Sessions windsurfen – das zählt!

Erste Gehversuche auf dem Wing
An einem der seltenen windschwachen Tage hat uns unser Campingnachbar Tomaz eingeladen, es einmal mit seinem Wing zu versuchen – ein Vorhaben, das schon länger auf der Liste stand. Die Einladung haben wir natürlich gerne angenommen!
Den Anfang machte Esthi als Versuchskaninchen – und das lief gleich erstaunlich flott. Kurze Einweisung von Tomaz, und schon gings los 🪁😄. Was soll man sagen: Anfängerglück oder einfach Talent? Wir tippen auf beides!

Dann wagte ich mich mit 70%-igem Rücken ebenfalls aufs Brett. Da ich bei Esthi schon gesehen hatte wie das ungefähr geht, konnte ich auf Anhieb aufstehen – und war sogleich in Versuchung, etwas zu pumpen und zu schauen, was der Foil so macht. Als der Druck von unten kam, hat's mich dann aber prompt abgeworfen 😂. Gleichzeitig meldete sich der Rücken und meinte: bis hierhin und nicht weiter. Also kurz gedreht und wieder rein – aber lustig wars allemal! Wer weiss... vielleicht ist das ja der Anfang von etwas Neuem 🤙.

Das Ende naht – aber noch nicht ganz
Die Rückreise ist gebucht: Am 16. Juli gehts mit der Fähre zurück ans Festland nach Piräus, am 18. Juli weiter von Patras nach Ancona, und am 20. Juli sind wir wieder daheim. Die Hope darf dann zeitnah erst in den Service und dann auf die MFK (TÜV) – und das eine oder andere steht sicher auch noch an 🔧.
Ob es noch einen Blog vor der Heimreise gibt? Mal schauen... 😏
Bis bald,
Björn & Esthi



















