Karpathos – Wind, Wellen und ein bisschen Improvisation
Kaum zu glauben, aber schon wieder zwei Wochen sind ins Land gezogen! Davon war eine komplett windfrei – was sich im ersten Moment nach Flaute anfühlt, aber ehrlich gesagt genau das Richtige war. Dank der Zwangspause und den richtigen Übungen hat sich die Schulter soweit erholt, dass ich wieder aufs Brett kann. Endlich! 🙌

Klettern auf Karpathos – vielversprechend, aber noch nicht bereit
Im ION Club konnten wir uns einen aktuellen Kletterführer organisieren und haben damit gleich mal einen der empfohlenen Top-Sektoren angesteuert. Der Fels sieht gut aus – kein Vergleich mit Leonidio natürlich, aber durchaus spannend und mit Potenzial. Leider war es dann doch nichts mit dem Einsteigen: Die Haken in der Route waren verrostet, und da wir kein unnötiges Risiko eingehen wollten, liessen wir es sein. Und die Schulter hat sowieso noch gestreikt 😅.

Das Positive: Wir haben den Zustand dem Erschliesser gemeldet und die Rückmeldung war ausgesprochen erfreulich – man hat das ernst genommen und will den Sektor überprüfen und wo nötig die rostigen Haken ersetzen. Bleibt zu hoffen, dass das bald passiert, damit man dort auch wirklich richtig angreifen kann. Das Gebiet hätte es verdient! 🧗
Das Wasser hat sich in der Zwischenzeit ebenfalls auf angenehme 22 Grad erwärmt – da braucht man keine Überwindung mehr für einen Sprung ins Meer. Tägliche Bade-Sessions inklusive, zur Erholung und einfach weil die Farben hier schlicht unwirklich schön sind. Was ihr im Drohnenvideo sehen könnt: die wunderschönen Strände und die Chicken Bay – der perfekte Anfängerspot zum Windsurfen, türkisblau und flach, einfach ein Traum 🥰.
40+ Knoten? Danke, nein.
Mittlerweile ist der Wind zurück – und wie, 40 Knoten und mehr sind für uns eher in der Kategorie «schön anzuschauen, aber nicht unbedingt fahren» 😵💫. Gestern sind wir deshalb zum Luv-Spot ausgewichen, wo es etwas moderater zuging und sogar eine kleine Welle lief. Mit dem 4.0er Segel war es dann entspannt und ich konnte endlich wieder richtig geniessen. Die Schulter hat mitgespielt – passt! 🤙
Am Spot (Devils Bay) selbst sind aktuell auch ein paar Top-Freestyler am Start. Was die so auf dem Wasser zeigen, wenn alles klappt, ist schlicht beeindruckend. Ein paar Bilder sagen da mehr als tausend Worte 📸.

Kleine Gemeinschaft, grosse Tavernen-Abende
Der Tourismus hält sich noch extrem in Grenzen – Kenner meinen, es sei sogar ungewöhnlich ruhig für diese Zeit. Für uns kein Problem, eher im Gegenteil: Die kleine Camping-Windsurfgemeinschaft hier hat sich prächtig zusammengefunden, und so waren wir neulich als Gruppe zusammen essen. Frischer Gyros und ein kühles Alpha – da lässt es sich gut aushalten 😄.
Kreativität in der Küche – oder: 14 Tage Rohkost
Wer denkt, Van-Life sei immer glamourös, hat noch nie versucht, auf Karpathos seinen fest verbauten Gastank zu befüllen. LPG-Stationen für Autos? Fehlanzeige. Gasflaschen kriegt man zwar problemlos, aber unser fest eingebauter Tank lässt sich damit nun mal nicht befüllen. Also hiess es: improvisieren. Phase eins war unfreiwillige Rohkost für zwei Wochen – funktioniert, ist aber auf Dauer ausbaufähig 😅. Mittlerweile haben wir auf eine Keramikplatte umgestellt, die zwar ordentlich Strom schluckt, dank Solar und der entsprechenden Elektronik an Bord aber kein Problem darstellt. Problem gelöst, Abreise weiter hinausgezögert 😏.
Die Temperaturen steigen ebenfalls – 29 Grad tagsüber, dank dem allgegenwärtigen Wind aber absolut angenehm. So kann es weitergehen!
So far Esthi & Björn





















