'The Search' geht weiter, in Madagaskar
Windsurfing
Samstag, den 20. September 2008 um 15:01 Uhr
long-way-madagascarI like to move it move it!
Nun sind wir also hier in Madagascar, d.h Susi, Esthi Mark und ich. Gestartet haben wir unseren Trip in Genf (resp. München), so sind wir um 02:30 in Luzern gestartet sodass wir um 07:00 von Genf los konnten. Der Check in ging erstaunlich gut und wir konnten zu unserem erstaunen unser Surfgerödel bis zur Enddestination durch-checken.
Nachts um 22:15 landeten wir in Antananarivo und freuten uns eigentlich aufs Hotel. Doch was uns erwartete war alles andere als ein Taxi zum Hotel. Zuerst brauchten wir ein Visum um überhaupt in Madagascar einzureisen (und dies nicht ganz günstig, 65 Euro pro Person!). Dazu wurde 1 Schalter geöffnet und alle Passagiere mussten dort durch. Dies ging dann sicher eine Stunde. Dann zur Passkontrolle - die Pässe glitten durch die Hände von etwa 5 Personen mit Stempel hier und Stempel dort. Prompt war der Pass von Susi auf einmal nicht mehr da! Es wurden schon worst case Szenarien besprochen mit Botschaft etc. als dann plötzlich auch noch unser Surfmaterial in der Halle lag war das Chaos perfekt!!!
Wir probierten den Jungs mit zu teilen, dass unser Material bis zur Endstation durch gecheckt sei, doch davon wollten diese nichts wissen. Also standen wir mit gut 200 kg Surfmaterial und der ‚Passlosen‘ Susi da. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass eine Italienerin den Pass von Susi eingesteckt hatte und diese auf einmal wieder an der Passkontrolle war – Glück gehabt, Problem Pass behoben.

Nun mussten wir ‚NUR‘ noch unser Material zum Hotel kriegen... Wie wir am Ausgang waren (mittlerweile war es auch schon Mitternacht und wir das 2-te mal müde) umringten uns auch schon 10 Taxifahrer und jeder laberte wir sollten doch mit im kommen alles doch ‚pas de problem‘ …. Unser Taxi vom Hotel war natürlich nicht da und so mussten wir uns entscheiden ob wir auf den Bags am Flughafen pennen oder doch irgend in eine Absteige gehen würden. Wir entschieden uns für die Absteige und somit war das Chaos mit dem Surfmaterial schon vorprogrammiert. Jeder dieser stark riechenden Typen nahm ein Gepäckstück an sich und wollte sich somit einen Fahrgast sichern. Draussen auf dem Parkgelände sah man praktisch nichts da es keine Laternen gab. Ein mulmiges Gefühl stellte sich ein und jeder der Typen sprach von ‚give me some money‘ … Als wir dann mit 5 Taxis (oder wie man den rauchenden Fahrzeugen auch immer sagen mochte) Richtung ‚Hotel‘ unterwegs waren, hofften wir einfach nur, dass unser Stuff auch dort ankommen möge. Zum Glück waren wir dann auch nach ein paar Kilometern am Ziel. Alles war da, nun ging es nur noch um den Preis… Dies überliessen wir dann unserem Chef Verhandler Mark - und endlich vielen wir Totmüde ins Bett.

Am nächsten Morgen ging’s einigermassen ausgeschlafen wieder auf den Flughafen. Dort erneut einchecken und natürlich wieder Kohle abdrücken (Übergepäck Surfmaterial). Esthi und ich schafften es auf stolze 110 Euro… Als wir dann gegen Mittag bei unserem Ziel-Flughafen landeten, stand uns noch eine 8-stündige Jeep Reise bevor.Lemuren-Affen

Positiv war, dass unser Guide mit zwei soliden Jeeps auf uns wartete. Nach einer Stunde Surfmaterial auf die Jeeps binden ging’s endlich los. Doch unser Guide sagte uns gleich, dass die Reise zwei Tage in Anspruch nehmen würde, Ernüchterung kehrte ein. Also war klar, dass wir irgendwo nochmals schlafen würden. Auf der Reise zum Camp sahen wir eine sehr schöne Landschaft und auch eine arme Bevölkerung. Teileweise nur mit fetzen bedeckt, war dies für uns schon ein bisschen ein Kulturschock.
Gegen 17:00 endlich im Camp angekommen, freuten wir uns auf eine Dusche. Zu unserer Überraschung gab’s sogar warmes Wasser. Das Nachtessen war vorzüglich. Einzig die Malaria-Mücken machten dem einen oder anderen Hypochonder zu schaffen.




Björn