Monte Rosa – Gressoney / Alagna
Skiing
Samstag, den 19. März 2011 um 16:38 Uhr

Nachdem der Winter 2011 Freeride-technisch nicht wirklich viel hergab, wollte ich unbedingt noch einen ganz fetten Powderday oder Trip angehen.

Seit Tagen sah ich schon das fette Tief, welches sich über die Pyrenäen langsam auf die südfranzösischen Alpen zu bewegte. Alle einschlägigen Websiten schrieben von massivem Niederschlag oder von einer "Snow Bomb", welche sich da entladen würde. Der Fall war klar, jetzt oder nie.

Auf der Suche nach gleichgesinnten Buddies fanden Fäbu und Joe dies eine sehr gute Idee. Da Joe ein Bus mit Standheizung hat, war das Problem der Übernachtung schon im vornherein vom Tisch. Nun stellte sich die Frage über den Abfahrtstermin. Nach laaangem hin und her entschieden wir uns früh am Donnerstagmorgen los zu fahren. Da der Wetterbericht für Donnerstag noch ziemlich schlechtes Wetter angesagt hatte, war unser Plan am Nachmittag ein bisschen durch die Wälder zu jetten.

Für Freitag war dann ein Bluebirdday angesagt – da wollten wir eigentlich auf den Punta Indren und von dort aus ein paar spannende Runs machen, doch leider kam alles anders als geplant.

Als wir am Mittag in Stafal ankamen war es auf 1800 MüM bereits 8 Grad… Da das Waldgebiet nicht geöffnet war (Lift wurde gar nicht erst angelassen) mussten wir ausweichen. So waren wir kurz darauf auf dem
Colle Bettaforca auf über 2700 MüM. Angekommen hatten wir praktisch keine Sicht und der Schnee war total durchnässt! Dies liess nichts Gutes verheissen. So waren wir schnell im Restaurant. Dort teilten wir unseren Cappuccino mit all den Skandinavischen Freeridern, die ebenfalls kein Lust hatten im Nassschnee rum zu fahren.

Gressoney-bei-Wind
 von Stafal Richtung Corno Bianco


Bald waren wir wieder beim Bus und wir beschlossen zeitig in den Après-Ski zu gehen. Wir hofften dann auf eine klare Nacht, sodass die Feuchtigkeit ein bisschen entweichen könnte.

 

Nach dem Ausgiebigen Après-Ski kombiniert mit Pizza und zwei netten Girls machten wir uns auf den Heimweg. Der Himmel war offen und wir hofften.

 

Am Morgen waren wir dann früh wach, denn wir wollten die erste Gondel nicht verpassen. Kurzer Blick in die Berge verhiess aber nichts Gutes – extreme viel Wind (Windfahnen an allen Gipfeln und Kämmen bis runter auf ca. 2000 MüM).

 Aber nichts desto trotz machten wir uns auf den Weg Richtung Talstation. Vorher musste aber noch ein Cappuccino und Briosch sein. Dort mit den ansässigen Bergführern gesprochen meinte die, dass die Bahnen heute wohl geschlossen bleiben.

Das Risikomanagement sprach dann auch für sich, Lawinenbulletin auf 4, 80cm Neuschnee mit Wind über 100 km/h und im Tagesverlauf stark ansteigende Temperaturen… Wir standen noch bis 10:00 an der Talstation aber als noch immer nichts ging und die Sonne eigentlich eher schon wieder für  Après-Ski einlud machten wir uns schweren Herzens auf den Heimweg. Noch ein paar Eckdaten zum Trip:

Luzern-Gressoney Retour 800km
Maut: 30€ hin und zurück
one way Fahrzeit ca. 4:30h bei optimalen Strassenverhältnissen


Wir gehen wieder, aber erst im nächsten Winter.
Hier noch ein paar unspektakuläre Pics.

Wenn ich so nach draussen schaue regnet es…mhhh morgen könnte was gehen ;-)
See you in the powder

 

Björn Fabü Joe